In unserer Kanzlei werden künftig regelmäßig Konzerte stattfinden. Solange wegen Corona „Veranstaltungen zu Unterhaltungszwecken“ (so nennt die Eindämmungsverordnung den Kulturbetrieb) nicht zulässig sind, werden die Konzerte stattfinden, aber ohne Publikum auf Video festgehalten und anschließend im Netz veröffentlicht (hier und bei Facebook, Youtube und Instagram).

Die nächsten Konzerte werden die koreanische Konzertpianistin Seungyeon Lee, ihr Landsmann, der Konzertpianist Jongdo An sowie die Jazzpianistin Maria Baptist geben. 

Transport und Aufbau eines Steinway-Flügels

Der Flügel wurde am 17. Januar 2021 angeliefert. Sein Transport in 60 m Höhe war ein begeisterndes Erlebnis. Der Flügel wurde auf der rückwärtigen Terrasse des sechsten Stockes am Holstenwall 7 abgesetzt. Dieser Stock gehört zu unserem Büro. Er ist so eingerichtet, dass dort an zwei Schreibtischen gearbeitet wird, gelegentlich aber auch halb-öffentliche Konzerte stattfinden können.

Tausend Dank dem professionellen Team der Spedition Ciecior sowie dem faszinierenden Trupp von Griebel & Mahnke, die den Flügel über das Dach gehoben und mit drei Kranführern punktgenau vor dem Eingang der Terrasse absetzten. Großen Dank auch an die Klangmanufaktur, die uns diesen Flügel vermietet hat und Glückwunsch an unseren Kameramann Jan-Malte Enning, der dieses schöne Video produziert hat.

Seungyeon Lee – Schubert Impromptu in Ges-Dur Op. 90 No. 3 (D 899)

Hier die koreanische Konzertpianistin Seungyeon Lee mit dem Impromptu Opus 90 Nr. 3 in Ges-Dur.

Das ist Musik, die uns anweht wie ein sachter Wind aus himmlischen Sphären. Franz Schubert hat diese ätherischen Töne als erster vernommen und in Noten gefasst. Das war 1827, wenige Monate vor seinem frühen Tode.

Seungyeon Lee – Franz Liszt – Mazeppa (Etude d’Execution Transcendante n. 4)

Nachdem die koreanische Konzertpianistin Seungyeon Lee in unserem letzten veröffentlichten Video das Impromptu Nr. 3 Opus 90) von Franz Schubert gespielt hat, dessen Melodie von einem sachten Wind aus himmlischen Sphären getragen wird, hört und findet sich der Zuhörer bei diesem Stück in einem regelrechten Sturm, durchsetzt von peitschenden Böen. Es ist die vierte der transzendentalen Etüden von Franz Liszt. Diese Etüden konnte zu Lebzeiten nur Franz Liszt selbst spielen. Die Etüde ist dem französischen Schriftsteller (und Freund des Komponisten) Victor Hugo gewidmet, dessen Verserzählung „Mazeppa“ Liszt in Klaviertöne verwandelte. Mazeppa war ein junger Adliger am Hof des Königs in Warschau, der mit der Königin ein Verhältnis begann. Der König lässt ihn zur Strafe auf ein Pferd fesseln, das auf die Steppe hinausgejagt wird. Der Galopp des Pferdes ist in vielen Terzen zu vernehmen. Ganz am Schluss werden die Töne plötzlich sehr leise. Das Pferd stirbt. Mazeppa jedoch wird durch Kosaken gerettet. Die triumphierende Coda am Schluss markiert seine Rettung. Er wird später König der Ukraine.